Vorbereitungsklassen

VKL 1 und 2 - Grundschule

An der Johann-Heinrich von Landeck Schule gibt es derzeit zwei Vorbereitungsklassen in der Grundschule, die von 46 Kindern besucht werden.

Die Vorbereitungsklassen basieren auf dem integrativen Modell, das heißt jeder Schüler ist fest in einer Regelklasse untergebracht und bekommt über die Woche verteilt eine bestimmte Stundenanzahl Unterricht in der Vorbereitungsklasse. Die Stundenzahl hängt maßgeblich vom Sprachstand und von der Klassenstufe ab. Während Erstklässler nur wenige Stunden Unterricht in der Vorbereitungsklasse erhalten und im Wesentlichen den Schriftspracherwerb in der Regelklasse mitmachen, erhalten die Kinder der zweiten bis vierten Klassen mehr Unterricht, um Ihnen im Idealfall möglichst zügig die Mitarbeit in der Regelklasse zu ermöglichen.

Die Kinder besuchen den Unterricht in den Vorbereitungsklassen in der Regel ein bis zwei Jahre, je nach Sprachstand, mit dem sie zu uns kommen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit, neben der Vermittlung der deutschen Sprache ist es, den Kindern zu helfen in das deutsche Schulsystem einzufinden. Nicht selten haben die Kinder bevor sie zu uns kommen entweder gar keine Schule besucht oder bedingt durch eine lange Flucht große Lücken in ihrer bisherigen Schullaufbahn.

Im Schuljahr 2019/2020 besuchen Kinder aus folgenden Ländern die Vorbereitungsklasse in Bad Krozingen:

Kuwait, Kroatien, Albanien, Polen, Syrien, Rumänien, Kosovo, Ungarn, Republik Korea, Slowakei, Irak, China, Bosnien-Herzegowina, Afghanistan, USA, Nigeria, Frankreich

VKL 3 - Werkrealschule

Seit Schuljahresbeginn 2016/17 gibt es die VKL3 an der Johann-Heinrich-von-Landeck GWRS in Bad Krozingen. Diese Klasse wird besucht von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren, die über keine oder sehr geringe Deutschkenntnisse verfügen. Momentan sind es 12 Schülerinnen und Schüler aus sieben europäischen und nichteuropäischen Nationen (Italien, Albanien, Polen, Irak, Syrien, Nigeria, Somalia). Sie erhalten wöchentlich 20 Stunden Unterricht, vorwiegend in Deutsch aber auch in Mathematik und Demokratiebildung/Ethik bei ihrer Klassenlehrerin Kyra Krauß.

Der tägliche Unterricht orientiert sich an einem Lehrwerk in mehreren Bänden, das in der gesamten Klasse eingesetzt wird. Die Bereiche „Schule“, „Wohnen“, „Freizeit“ und „Supermarkt“ bilden die Grundlage des zu lernenden Wortschatzes. Zu diesen Themen gibt es ausreichend Material, so dass differenziert, individuell und in offenen Lernformen gearbeitet werden kann. Hinzu kommen jahreszeitliche Ereignisse. Grammatikalische Phänomene werden in die Themen eingebunden.

Die Pädagogische Assistentin Birgit Jelinek und ein ehrenamtlicher Helfer, Herr Dr. Werner, fördern in festen Stunden einzelne Schüler.

Im Sportunterricht sind die Kinder den Regelklassen zugeordnet, die sie idealerweise im nächsten Schuljahr besuchen werden. Vier Schüler und Schülerinnen, schon im zweiten Jahr, lernen jeweils einen Vormittag pro Woche in einer 7.Klasse. In den Klassen, wie auch auf dem Schulhof, lernen sie andere Schüler kennen, tauchen gewissermaßen in die deutsche Sprache ein (“Sprachbad“) und lernen sie dabei lebensnah. Gleichzeitig werden sie so vertraut mit den Regeln unserer Schule und unserer Gesellschaft.

Die Klassenlehrerin wird zudem vier Stunden wöchentlich, immer mittwochs, unterstützt von Frau Julia Klauser vom CJD (Christliches Jugenddorf Deutschland). An diesen Tagen finden Projekte statt, bei denen es vor allem um die interaktive Vermittlung von Berufsbildern, bzw. kulturellen Hintergründen geht. Bisher wurde gemeinsam gekocht, getöpfert und Stoff gebatikt. Alle Tätigkeiten werden im Anschluss von den Schülern schriftlich dokumentiert. 

Im kontinuierlichen Gespräch mit Eltern und Betreuern wird stets betont, wie wichtig es ist, auch in der Freizeit Deutsch zu hören und zu sprechen.

Die Schulsozialarbeit hilft dabei, Kontakte zu Vereinen zu vermitteln. Zwei Jungen spielen schon in Fußballvereinen, zwei Mädchen nehmen an einem HipHop-Kurs im örtlichen Jugendzentrum teil, zwei andere Mädchen singen in einem Jugendchor.

Es ist eine große Herausforderung, Kinder so unterschiedlichen Alters mit ebenso unterschiedlichen persönlichen und kulturellen Hintergründen in einer Klasse zu erleben und zu unterrichten. Dazu gehört auch der enge Kontakt mit ihren Betreuern.

Es ist aber ebenso ein großes Glück, unter den oben genannten Bedingungen zu erleben, dass Grenzen überwunden , Beziehungen aufgebaut werden , die Kinder Bildung erfahren und die deutsche Sprache lernen für eine hoffnungsvolle Zukunft.

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